Papusza

Sprache ist Identität. Wer sie nicht nur sprechen, sondern auch lesen und schreiben kann, besitzt ein mächtiges Werkzeug. Mit diesem Werkzeug umzugehen, möchte die titelgebende Protagonistin in „Papusza – Die Poetin der Roma“ erlernen, doch in ihrem Clan erntet sie damit nur Misstrauen. Schließlich wird sie wegen ihrer poetischen Bestrebungen sogar aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. PapuszaPapusza starb 1987 – sie hieß mit bürgerlichem Namen Bronisława Wajs und ist die wohl bekannteste Lyrikerin der Roma. Die Verfilmung ihrer Lebensgeschichte von Joanna Kos-Krauze und Krzysztof Krauze ist ein episches Drama in Schwarz-Weiß, das unter die Haut geht.

Die ganze Kritik findet ihr hier bei filmstarts.de

Kinostart: 7.5.2015

BFFA11 – Reuber | von Axel Ranisch – Kinostart am 7. Mai

avatar Axel Ranisch
avatar Petra Wille

Shownotes

Reuber Webseite Reuber Trailer (Youtube) “Léon, der Profi” (imdb) Yasna Fritzi Bauer (Wikipedia) ReuberFSK Webseite  Rosa von Praunheim (Wikipedia) Can Togay (Wikipedia) Filmfest München Webseite Axel dreifach in München (Artikel) Atze Musiktheater Webseite Finn Ole Heinrich Webseite Finn hat schon ziemlich viele Preise für verschiedene Bücher gewonnen, zu finden hier Illustratorin Rán Flygenring Webseite Pinocchio Oper Webseite der Bayer. Staatsoper “Ich fühl mich Disco” mit Axel Podcast

BFFA on Tour 05 – Filmfest Dresden 2015

avatar Ben
avatar Jette
avatar Petra Wille

Ich war beim Filmfest Dresden – vier Tage lang nur Kurzfilme ansehen! Mit Ben und Jette hab ich mich dann ausgetauscht, wie wir die Filme so fanden. Diesmal mit Filmausschnitten!

Sem Coracao

Sem Coracao

“Sem Coraçǎo” von Nara Normande e Tião (Goldener Reiter Kurzspielfilm): Trailer | “Kid-Thing” (imdb) “Winter’s Bone” (imdb)
“Castillo y el Armado” von Pedro Harres: Trailer
“The Ringer” von Chris Shepherd: Trailer
“Juke Box” von Ilan Klipper: ganzer Film (franz. Original), kein Trailer zu finden
“Flea” von Vanessa Caswill: ganzer Film (engl. Original), kein Trailer zu finden
“Simulacra” von Ivana Bosnjak, Thomas Johnson: Trailer
“Om Du lämnar mig nu / If You Leave Me Now” von Maria Eriksson: Trailer
“Reizigers in de Nacht / Travellers in the Night” von Ena Sendijarevic (Goldener Reiter der Jugendjury): Ausschnitt
“Maly Cousteau / The Little Cousteau” von Jakub Kouril: Trailer“The Life Aquatic with Steve Zissou /Die Tiefseetaucher” (imdb)
“Strach / Little Secret” von Martin Krejci: Trailer
“Scribbledub” von Ross Hogg: Trailer

reCuiem

reCuiem

 

“reCuiem” von Valentina Carnelutti: Trailer (ital. Original ohne UT)
“Foley Artist” von Toni Bestard: Trailer | “Rear Window / Das Fenster zum Hof” (imdb) “Guess Who’s Coming to Dinner / Rat mal wer zum Essen kommt” (imdb) | “Annie Hall / Der Stadtneurotiker” (imdb)
“Boom-Boom, doch rybaka / Boom-Boom, the Fisherman´s Daugther” von Ivan Maximov: Ausschnitt

“Hole” von Martin Edralin (Lobende Erwähnung der Internationalen Jugendjury): Trailer | “Irina Palm” (imdb)
“El don de los espejos / Mister Mirror Man” von Mara Soler Guitián: Trailer
“The Chicken” von Una Gunjak: Trailer
“Deux amis / Two Friends” von Natalia Chernysheva: Trailer
“The Substitute” von Nathan Hughes-Berry: Trailer
“HTM” von Sachi Ediriweera: nix zu finden
“Курица / The Hen” von Vasil Bedoshvili: nix zu finden
“Bloedhond / Wild Dog” von Mees Peijnenburg: nix zu finden
“Pour retourner” von Scooter Corkle: Trailer

“Binary Pitch” von Vladislav Knezevic: nix zu finden, daher ein Bild.Binary Pitch
“darkroom” von Billy Roisz: Video der Installtion
“Naturzustand / State of Mind” von Ayla Pierrot Arendt: nix zu finden
“Tuttavia” von Metz+Racine, Mototake Makishima: nichts zu finden, daher das Bild mit den Ei-förmigen DingernTuttavia

“Krikelkrakel” von Mirjam Baker: ganzer Film
“Optical Sound” von Elke Groen, Christian Neubacher: Ausschnitt
“Color Victim” von Michael Schwarz: Leider nix zu finden
“Swallowed Whole” von Heidi Kumao: Ausschnitt
“Picture Particles” von Thorsten Fleisch: ganzer Film

“Ohne Ton kein Bild” Ausstellung und ein Bild aus dem sehr unterhaltsamen “Der Wettlauf” (1962), der ausschließlich mit dem Supracord Subharchord vertont wurde.Der Wettlauf
Ein sehr toller Film, über den wir nicht gesprochen haben:
“Pein” von Ulrike Vahl (Gewinner des Filmförderpreis der Kunstministerin): Trailer

Stella – My Skinny Sister

Ungefähr ein Prozent aller weiblichen Jugendlichen und Erwachsenen leiden an Magersucht, einer Essstörung, bei der der eigene Körper als zu dick empfunden wird – selbst dann, wenn die Betroffenen schon unter starkem Untergewicht leiden. In Kinofilmen ist das Thema selten präsent. Umso erfreulicher, dass die Schwedin Sanna Lenken nach ihrem Kurzfilm „Eating Lunch“ (Berlinale 2013) erneut einen sehr feinfühligen Beitrag dazu leistet.Stella Diesmal ist es ein mit dem ZDF und arte koproduzierter Spielfilm, der 2015 in der auf ein jugendliches Publikum ausgerichteten Berlinale-Sektion Generation Kplus gezeigt wird. Lenken, die als Teenager selbst an Magersucht litt, stellt in ihrem einfühlsamen Jugenddrama „My Skinny Sister“ Stella in den Mittelpunkt, die jüngere Schwester der magersüchtigen Katja.

Die ganze Kritik findet ihr hier bei filmstarts.de

Kinostart: noch nicht bekannt

 

Je suis Annemarie Schwarzenbach

Annemarie Schwarzenbach war eine Freundin von Klaus und Erika Mann, die Ehefrau eines homosexuellen Diplomaten in Persien, Schriftstellerin, Antifaschistin, morphinsüchtig und lesbisch. Sie hat mit ihrer Art und ihrem androgynen Äußeren unter anderem die US-Schriftstellerin Carson McCullers und die Fotografin Marianne Breslauer verzaubert. Im Alter von 34 ist sie nicht etwa an Drogen, sondern bei einem Fahrradunfall gestorben.
Schwarzenbach

Dass sich die Künstlerin Véronique Aubouy nun filmisch mit Schwarzenbach beschäftigt, ist grundsätzlich zu begrüßen, schließlich verdienen nicht nur die Reiseberichte und die Prosawerke der Schweizerin, die seit den 1980er Jahren wieder aufgelegt werden, jedes Interesse, sondern auch ihre faszinierende Lebensgeschichte. Was unter dem Titel „Je suis Annemarie Schwarzenbach“ nun aber als halbdokumentarisches Filmexperiment bei der Berlinale 2015 im Panorama zu sehen ist, das wird vermutlich nicht einmal eingefleischte Schwarzenbach-Anhängerinnen begeistern.

Die ganze Kritik findet ihr hier bei filmstarts.de

Kinostart: noch nicht bekannt

BFFA on Tour 04 – Berlinale 2015

avatar Christiane Eickmann
avatar Micha Kerber
avatar Frank Niemetz
avatar Malte Jan Kaffenberger
avatar Petra Wille

Mein subjektiver Ausschnitt der diesjährigen Berlinale – mit vier Menschen bespreche ich Filme, Vorführungen und Q&As. Aus der Unmenge an Filmen hab ich meine Auswahl getroffen, Tickets ergattert und mich an verschiedenen Orten über das Gesehene ausgetauscht. Es werden Empfehlungen ausgesprochen und wir versuchen abzusehen, ob die Filme im deutschen Kino oder Fernsehen zu sehen sein werden. Bitte entschuldigt die teils nicht so tolle Tonqualität und die unterschiedlich lauten (und hoffentlich nicht allzu störenden Hintergrundgeräusche (Kneipe, Festivalkino, etc.)

Taxi von Jafar Panahi | Offside (imdb) | Goldener Bär
Schneewittchen und die sieben Zwerge | Technicolor (Wikipedia) 
Die Angst des Tormanns beim Elfmeter von Wim Wenders | Vorlage von Peter Handke (Wikepedia)
Fassbinder – Lieben ohne zu fordern von Christian Braad Thomsen | Rainer Werner Fassbinder (Wikipedia) | Irm Hermann (Wikipedia) | Brigitte Mira (Wikipedia) | Fontane Effi Briest (imdb)

My Skinny Sister / Stella

Das Team von “My Skinny Sister / Stella” auf der Bühne nach der Vorführung

The Diary of a Teenage Girl von Marielle Heller | Vorlage / Graphic Novel von Phoebe Gloeckner (Wikipedia) | Turn me on (imdb) | Schauspielerin Bel Powley (imdb) | Alexander Skarsgård (imdb) | Schauspielerin (Mutter)  Kristen Wiig (imdb) | Großer Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus
La casa más grande del mundo von Ana V. Bojórquez und Lucía Carreras
Min lilla syster / Stella von Sanna Lenken | „Äta Lunch“ (Berlinale 2013) | Gläserner Bär
Madare ghalb atomi von Ali Ahmadzadeh
Censored Voices von Mor Loushy | Sechstagekrieg (Wikipedia) | Amos Oz (Wikipedia)
Haftanlage 4614 von Jan Soldat
Hedi Schneider steckt fest von Sonja Heiss | Hotel Very Welcome (imdb) | Lichter-Filmfest Frankfurt

BFFA on Tour 03 – Internationales Filmfestival Rotterdam

avatar Petra Wille
avatar Sebastian Selig
avatar Heiko Hanel

IMG_2980

Petra war auf dem internationalen Filmfestival in Rotterdam (IFFR). Dort hat sie sehr viele Filme gesehen, Architektur bewundert und sogar Schneegestöber erlebt. Mit Sebastian Selig und Heiko Hanel (die ebenfalls sehr viele Filme gesehen haben) spricht sie über fünf dieser Filme.

 

The Duke of Burgundy Berberian Sound Studio (imdb) Filmtrailer
German Angst Filmwebseite Jörg Buttgereit Alraune
Reality Filmtrailer Quentin Dupieux Philip Glass Electroma Under the Skin
Ich seh, Ich seh Filmtrailer
Fires on the Plain Shin’ya Tsukamoto

Update: “Ich seh, ich seh” startet am 09. Juli 2015 in deutschen Kinos!

BFFA10 – Der Samurai | von Till Kleinert – Kinostart am 30. Oktober

avatar Petra Wille
avatar Till Kleinert

Shownotes

Der Samurai (Webseite mit Trailer) Filmgenre (Wikipedia) Das Kollektiv Schattenkante (imdb) (übrigens auch verantwortlich für den Film “Dr. Ketel”, mit dessenDer Samurai Hauptdarsteller Ketel Weber ich auch schon gepodcastet habe). “Cowboy”, Kurzfilm von Till Kleinert auf den DVDs “Landliebe – Jungs aus der Provinz”  und “Boys on Film 2: In Too Deep”, “Stunde des Verbrechens” beim Kleinen Fernsehspiel (Bericht im Focus), Pit Bukowski bei seiner Agentur, Webseite von Michel DiercksLGBT (Wikipedia)

Oktober November

Götz Spielmanns Filme kann man schlecht beschreiben. Schon bei dem Vorgänger „Revanche“ klang die Geschichte eher trivial: Kleinganove und aussteigewillige Prostituierte überfallen eine Bank. Sie stirbt durch die Kugel eines Polizisten, zu dessen Frau er später eine Beziehung aufbauen wird. Der Film ist aber ein Wunder an eindringlichen Situationen und emotionsgeladener, hinreißenden Bedächtigkeit. Auch sein neuer Film „Oktober November“ beschreibt sich nur unzureichend mit dem Plot: Oktober NovemberEin schwerer Herzinfarkt des Vaters (Peter Simonischek) führt die Schauspielerin Sonja (Nora von Waldstätten) aus Berlin in die österreichische Heimat, wo sie auch ihre Schwester Verena (Ursula Strauss) wieder trifft. In dem ehemaligen Gasthaus brechen alte Konflikte und Fragen auf. Spielmann selbst findet, dass die Frage “Was ist der Grund unseres Daseins, was ist der Sinn?” „platt“ klingt. Seine Film ist das Gegenteil davon und sehr berührend. Weiterlesen

Zeit der Kannibalen

Was sind die wirklich existentiellen Dinge? Familie, Reichtum, Glück – oder die schlichte Unversehrtheit des Leibes. Je nach Lebensmittelpunkt und persönlichen Vorlieben werden die Schwerpunkte in dieser Frage bekanntlich recht unterschiedlich gesetzt. Haben wir First-World-Problems, wenn uns die ständig unterschiedliche Anordnung von Lichtschaltern in Hotels weltweit ärgert? Zeit der KannibalenPassen westliche Rezepte einer globalen Unternehmensberatung zu Ländern wie Nigeria oder Indien? Johannes Naber erzählt in seiner grotesken Komödie „Zeit der Kannibalen“ von diesen und vielen anderen Dingen und überzieht dabei wo es nur geht, ohne in die Klamotte abzugleiten. Nicht zuletzt das konsequente Ende sorgt für 85 Minuten bester Unterhaltung mit einem sehr ernsthaften Einschlag.

Die ganze Kritik findet ihr hier bei filmstarts.de

Kinostart: 22.5. 2014